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1.36 Will Gott, dass Menschen sterben?

Das Böse und das Leiden

Es gab keinen Tod in Gottes ursprünglichem Plan. Der Tod wurde nur durch die Sünde der ersten Menschen Teil des menschlichen Lebens. Indem sie diese Erbsünde begangen haben, lehnten sie Gott ab. Trotzdem möchte Gott, dass wir für immer leben. Aber für immer auf dieser Erde zu leben, mit all ihrem Elend und Leiden, wäre überhaupt nicht wundervoll! Jesus kam auf die Erde, starb am Kreuz und wurde von Gott wieder zum Leben erweckt, um die Konsequenz dieser ersten Sünde aufzuheben.

Dank Jesus können wir nach unserem Tod für immer im Himmel leben. Wir können in den Himmel kommen, indem wir Jesus nachfolgen und in einer liebevollen Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen leben.

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Gott will nicht den Tod für uns. Er kam mit der Sünde in die Welt. Wir alle werden sterben, aber durch die Auferstehung Jesu haben wir die Möglichkeit, für immer zu leben.

Die Weisheit der Kirche

Wenn Gott allmächtig ist und für alles sorgt, warum gibt es dann das Böse?

Auf diese schmerzliche und auch geheimnisvolle Frage kann nur der christliche Glaube als Ganzer eine Antwort geben. Gott ist auf keine Weise, weder direkt noch indirekt, die Ursache des moralischen Übels. Er erhellt das Mysterium des Bösen durch seinen Sohn Jesus Christus, der gestorben und auferstanden ist, um das große moralische Übel zu besiegen, das die Sünde der Menschen ist und das die Wurzel der anderen Übel darstellt. [KKKK 57]

Warum lässt Gott das Böse zu?

Der Glaube gibt uns die Gewissheit, dass Gott das Böse nicht zuließe, wenn er nicht sogar aus dem Bösen etwas Gutes hervorgehen ließe. Auf wunderbare Weise hat Gott dies bereits im Tod und in der Auferstehung Christi verwirklicht: Aus dem schlimmsten moralischen Übel, der Ermordung seines Sohnes, hat er das größte aller Güter gemacht: die Verherrlichung Christi und unsere Erlösung. [KKKK 58]

Was bedeutet Sterben in Christus Jesus?

Es bedeutet, in der Gnade Gottes, ohne Todsünde, zu sterben. Wer an Christus glaubt und seinem Beispiel folgt, kann den eigenen Tod zu einem Akt des Gehorsams und der Liebe zum Vater machen. „Das Wort ist glaubwürdig: Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben“ (2 Tim 2, 11). [KKKK 206]

Wie hilft uns Christus im Sterben, wenn wir auf ihn vertrauen?

Christus kommt uns entgegen und führt uns ins ewige Leben. „Nicht der Tod wird mich holen sondern Gott.“ (Hl. Therese von Lisieux).   

Im Blick auf Jesu Leiden und Sterben kann selbst das Sterben leichter werden. In einem Akt des Vertrauens und der Liebe zum Vater können wir „Ja“ sagen, wie Jesus es im Ölgarten getan hat. Eine solche Haltung nennt man „geistiges Opfer“: Der Sterbende vereinigt sich mit dem Opfer Christi am Kreuz. Wer so im Vertrauen auf Gott und in Frieden mit den Menschen, also ohne schwere Sünde, stirbt, ist auf dem Weg in die Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus. Unser Sterben lässt uns nicht tiefer fallen als in seine Hände. Wer stirbt, reist nicht nach Nirgendwo, sondern kehrt heim in die Liebe des Gottes, der ihn geschaffen hat. [Youcat 155]

Das sagen die Kirchenväter

Denn Gott hat uns nicht nur aus dem Nichts geschaffen, sondern uns durch die Gnade des Wortes freiwillig ein Leben in Einklang mit Gott gegeben. Aber die Menschen, welche die ewigen Güter abgelehnt hatten und sich durch den Rat des Teufels den Dingen der Korruption zuwandten, wurden im Tod zur Ursache ihrer eigenen Korruption. [Hl. Athanasius, Über die Inkarnation des Logos, Kap. 5 (MG 25, 104)]