All Questions
prev
Zurück:3.13 Was ist das Stundengebet?
next
Weiter:3.15 Wie wird Weihwasser gemacht? Was bewirkt ein Segen?

3.14 Wie verbringe ich die Zeit der Anbetung?

Formen des Gebets

Während der Anbetung wird die Hostie - das ist der Körper von Jesus - in einem wunderschön verzierten Behälter (als Monstranz bezeichnet) untergebracht. Jesus ist somit für jeden sichtbar und kann angebetet werden. Auf der Erde können wir Gott nicht viel näher kommen.

Während der Anbetung musst du nicht viel tun. Die Kraft der Anbetung liegt gerade darin, eine Zeit lang nichts zu tun. In der Stille der Anbetung kannst du mit ganzem Herzen tief über Jesus nachdenken. Indem wir auf diese Weise bei Jesus sind, zeigen wir, dass wir nicht ohne ihn leben können.

Wir beten Jesus in der Eucharistie an, indem wir still bei ihm verweilen: er schaut dich an und du schaust ihn an. Du kannst ihm alles sagen.
Die Weisheit der Kirche

Welche Art der Verehrung gebührt dem Sakrament der Eucharistie?

Diesem Sakrament gebührt sowohl während als auch außerhalb der Eucharistiefeier der Kult der Anbetung, der Gott allein vorbehalten ist. Darum werden die konsekrierten Hostien von der Kirche mit größter Sorgfalt aufbewahrt, den Kranken und anderen Menschen gebracht, die nicht an der heiligen Messe teilnehmen können, den Gläubigen zur feierlichen Anbetung ausgesetzt und in Prozession getragen. Die Kirche lädt die Gläubigen zu häufigem Besuch und zur Anbetung des Allerheiligsten ein, das im Tabernakel aufbewahrt wird. [KKKK 286]

Wie sollen wir den in Brot und Wein gegenwärtigen Herrn richtig verehren?

Weil Gott in den konsekrierten Gestalten von Brot und Wein wirklich gegenwärtig ist, müssen wir die heiligen Gaben mit größter Ehrfurcht aufbewahren und unseren im Allerheiligsten gegenwärtigen Herrn und Erlöser anbeten. 

Bleiben nach der Feier der Heiligen Eucharistie noch konsekrierte Hostien übrig, so verwahrt man sie in heiligen Gefäßen im Tabernakel. Da in ihm das „Allerheiligste“ gegenwärtig ist, ist der Tabernakel einer der ehrwürdigsten Orte in jeder Kirche. Vor jedem Tabernakel machen wir eine Kniebeuge. Gewiss wird, wer Christus wirklich nachfolgt, ihn in den Ärmsten erkennen und ihm in ihnen dienen. Er wird aber auch Zeit finden, in der Stille der Anbetung vor dem Tabernakel zu verweilen und dem eucharistischen Herrn seine Liebe zu schenken. [Youcat 218]

Das sagen die Päpste

Das eucharistische Mysterium muß in seiner Fülle [gelebt werden]: während der Feier selbst, beim innigen Zwiegespräch mit Jesus nach dem Empfang der Kommunion, in der Zeit der eucharistischen Anbetung außerhalb der Messe. Dann wird die Kirche unerschütterlich auferbaut und es drückt sich das aus, was sie wahrhaft ist: die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche; Volk, Heiligtum und Familie Gottes; Leib und Braut Christi, beseelt durch den Heiligen Geist; allumfassendes Heilssakrament und hierarchisch gegliederte Gemeinschaft. [Papst Johannes Paul II., Ecclesia de Eucharistia, Nr. 61]